Projekt Firmengruppe
Wir. Wissen. Wind.

Niedersachsen – Energieland von morgen?

Wartung der Windenergieanlagen

In den 80er Jahren haben wir in Oldenburg Erneuerbare Energiegeschichte geschrieben. Von der Theorie der Physik zur realen Umsetzung. Das Energielabor an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg entstand, weil Ende der 70er Jahre Wind- und Solarenergie aufgrund der Energiekrisen 1973 und 1979 zu einem politischen Thema geworden waren. Es wurde geforscht und ausprobiert, lokale Lösungen von Versorgungsaufgaben wurden zentralistischen Großtechnologien entgegengesetzt. Und es funktionierte.

Heute haben dezentrale erneuerbare Energieerzeuger einen Anteil von 52 Prozent im Netz der EWE AG, in Deutschland sind es bereits insgesamt 20 Prozent. Nicht zuletzt diese Entwicklung hat dazu geführt, dass die in der Vergangenheit oftmals als Weltuntergangspropheten belächelten Pioniere heute gefragte (Energie-)Experten sind.

Studien erwarten für 2030 bei konsequenter Umsetzung der Ziele der Energiewende für Strom aus erneuerbaren Energien durchschnittliche Kosten von nur noch 7,6 Cent/kWh, während die Kosten für Strom aus Steinkohle und Erdgas dann bereits auf über 9 Cent/kWh ansteigen.

Die öffentliche Diskussion hängt sich jedoch – wieder einmal – an den falschen Themen auf. Es wird über dringend benötigte „Stromautobahnen“ diskutiert, jahrelang. Mit dem bekannten Ergebnis: Es fehlt eine verantwortliche Projektleitung, die unter Experten bekannten Fakten werden nicht umgesetzt, die Politik verliert sich auf Bundesebene im Kompetenz-Wirrwarr von Wirtschafts- und Umweltministerium.

Laut Bundesnetzagentur werden über 97 Prozent der erneuerbaren Energien auf der lokalen Verteilnetzebene eingespeist: in Netze, die dafür historisch betrachtet nie gedacht waren und nun einen erheblichen Ausbau- und Modernisierungsbedarf haben.

Womit wir wieder bei den lokalen Lösungen wären, die Niedersachsen durch eine Umstrukturierung der Energieversorgung die einmalige Gelegenheit verschaffen, mit günstiger, regenerativer Energie nachhaltige Industrie- und Landespolitik zu betreiben, Arbeitsplätze zu schaffen und damit ländliche Strukturen langfristig zu sichern. Dies ist zum Beispiel in der Vergangenheit Bayern durch seine regionale, weitsichtige Wirtschaftspolitik gelungen. Energiekonzepte sind dann Instrumente der Wirtschaftsförderung: Dezentraler Umbau bietet insbesondere ländlichen und dünner besiedelten Regionen Möglichkeiten für einen aktiven Wandel. Kommunale Wertschöpfung und lokale Nutzung erneuerbarer Energiequellen sorgen für Kaufkraft in der Kommune, Steuereinnahmen sowie Investitionen in Produktion und Erzeugung.

Der Landkreis Steinfurt zum Beispiel will bis 2050 rein rechnerisch energieautark sein. Derzeit beträgt dort der jährliche Kaufkraftabfluss durch fossile Energieträger im Strombereich 310 Mio. Euro!

Die andere Seite: mögliche Konfliktherde überall auf der Welt. Anders als in früheren Jahren diskutieren Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik nicht mehr darüber, ob oder wann der Peak Oil erreicht ist, sondern darüber, wie die Folgen zu beherrschen sind. Und dabei geht es längst nicht nur um die wirtschaftlichen Folgen. Sie befürchten neue militärische Konflikte um die verbleibenden Ölreserven. „Wir müssen weg vom Öl. Nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus politischen und militärischen Gründen. Denn ich fürchte, dieses Endspiel des Öls, der Todeskampf des Öls wird extrem gewalttätig“, sagt der US-Konfliktforscher Michael Klare. Aktuelle Studien belegen: die Erdölförderung sinkt bis 2035 deutlich. Nicht zuletzt die Verfünffachung des Ölpreises in nur zehn Jahren hat dazu geführt, dass die Mahner der „Association for the Study of Peak Oil and Gas“ (ASPO) inzwischen nicht mehr belächelt oder (auch) als Weltuntergangspropheten verunglimpft werden, wie bei ihrer Gründung in 2002.

Deshalb denken und planen wir regionale Energiecluster, für die Energieversorgung von morgen. Dann bleiben auch unsere Investitionen und die Wertschöpfung hier vor Ort. Und das Kapital fließt nicht in Länder ab, wo Kriege, Unterdrückung und Umweltverschmutzung oft nicht unserem Anspruch an eine nachhaltige Gesellschaftsstruktur entsprechen.

Wir sind auf dem Weg, schon so lang! Wir. Wissen. Wind. Schon so lang…

Ubbo de Witt, Geschäftsführer Projekt Firmengruppe

im Mai 2012

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